Lappland im Winter: Unsere Reise nach Levi
Polarlichter über verschneiten Wäldern, eine Fahrt mit Huskys und drei Tage auf den Skipisten: Im Februar 2025 sind wir nach Finnisch-Lappland gereist und haben acht Tage in Levi verbracht. Neben unseren Ausflügen blieb auch Zeit für Spaziergänge, finnische Sauna und jede Menge Pancakes.
Von Felix · Text zuletzt bearbeitet am 28. Oktober 2026
In diesem Reisebericht nehmen wir dich Tag für Tag mit und erzählen, was wir in Levi erlebt haben, welche Ausflüge uns besonders gefallen haben und was wir beim nächsten Mal anders machen würden.
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Unsere Lappland-Reise im Überblick
- Reisezeit: 19. bis 26. Februar 2025
- Reiseziel: Levi in Finnisch-Lappland
- Anreise: Flug von Düsseldorf nach Kittilä und Weiterfahrt mit dem Bus
- Unsere Highlights: Polarlichter, Husky-Schlittenfahrt, Icefloating, Motorschlittentour und Skifahren
- Unterkunft: Apartment in Levi
Tag 1 – Anreise nach Levi und unsere ersten Polarlichter
Für unsere Reise nach Lappland klingelte der Wecker schon um drei Uhr morgens. Wir stellten unser Auto in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens ab und wurden vom Parkplatzbetreiber mit einem Shuttle zum Abflugterminal gebracht. Um 7:20 Uhr hob unser Flugzeug in Richtung Kittilä ab.
Der Flug kam etwa 20 Minuten früher als geplant an. Das war für uns ein Glücksfall: Wir erreichten einen früheren Bus nach Levi und mussten nicht noch eine Stunde am Flughafen auf die nächste Verbindung warten.
Erste Erkundungstour durch Levi
In unser Apartment konnten wir erst ab 17 Uhr einchecken. Deshalb gaben wir unsere Koffer zunächst bei einer Gepäckaufbewahrung ab und machten uns zu Fuß auf den Weg, um Levi zu erkunden.
Unser erster Spaziergang führte uns direkt nach oben: Über 766 Stufen wanderten wir zum Levi Panorama und weiter in Richtung Gipfel. Oben besuchten wir ein Museum zur Geschichte der Samen. Dort erfuhren wir mehr über die indigene Bevölkerung der Region – ein Besuch, der uns beeindruckt und zum Nachdenken gebracht hat.
Anschließend holten wir unsere Koffer ab und bezogen unser Apartment. Den Schlüssel fanden wir in einem kleinen Schlüsseltresor vor der Tür.
Nordlichter gleich am ersten Abend
Am Abend zogen wir uns warm an und wanderten durch den Wald, um nach Polarlichtern Ausschau zu halten. Wir hatten tatsächlich Glück: Schon an unserem ersten Abend in Lappland konnten wir beeindruckende Nordlichter beobachten und fotografieren.
An einer Grillhütte mit Feuerstelle lernten wir nette Leute kennen und bekamen sogar eine Bratwurst angeboten. Zum Abschluss nahmen sie uns mit dem Auto zurück nach Levi. Dadurch sparten wir uns den ungefähr 40 Minuten langen Rückweg zu Fuß – und konnten den Tag nach diesem besonderen ersten Erlebnis entspannt ausklingen lassen.
Tag 2 – Huskyschlittenfahrt und Icefloating
Zum Frühstück entwickelte sich schnell eine kleine Morgenroutine: Für jeden von uns gab es ein gekochtes Ei, dazu Toast mit Käse, Wurst und Mettwurst. Danach ging es zu unserem ersten geplanten Ausflug.
Mit dem Huskyschlitten durch die Winterlandschaft
Um 12 Uhr wurden wir am Infopoint in Levi für eine fünf Kilometer lange Huskyschlittenfahrt abgeholt. Gemeinsam mit unserer Gruppe fuhren wir zu einem Hundezwinger, in dem 41 Hunde gehalten wurden.
Die Gruppe wurde aufgeteilt und auf fünf Schlitten verteilt. Auf jedem Schlitten saß eine Person vorne, während die andere hinten stand und den Schlitten steuerte. Wir waren mit dem letzten Schlitten unterwegs.
Schon vor der Abfahrt war die Aufregung der Hunde deutlich zu spüren: Einige sprangen bellend vor den Schlitten auf und ab. Sobald es losging, waren unsere Hunde beim Laufen dagegen sehr entspannt.
Nach etwa der Hälfte der Strecke wechselten wir die Plätze und Jessica übernahm die Steuerung. Der Weg war vorbereitet und die Hunde kannten die Strecke, sodass es vor allem darauf ankam, den Schlitten bei Bedarf zu bremsen.
Nach der Fahrt wärmten wir uns in einer Hütte mit Feuerstelle auf. Bei Tee und Kaffee erfuhren wir mehr über die Hunde und ihre Arbeit. Auf der Farm liefen Alaskan Huskys, die für ihre Ausdauer bekannt sind.
Besonders interessant fanden wir, dass Hetta Huskies versucht, für Hunde nach ihrer Laufkarriere ein Zuhause als Familien- beziehungsweise „Sofahund“ zu finden. Wir erfuhren dabei auch, dass ausgediente Schlittenhunde in der Vergangenheit nicht immer eine solche Chance bekommen haben.
Mittagessen und ein entspannter Nachmittag
Zum Mittagessen besuchten wir das Restaurant Myllyn Äijä. Wir probierten Rentier mit Kartoffelbrei, Preiselbeeren und Gurken sowie einen Burger mit Rentierschinken.
Danach blieb noch Zeit für einen Saunagang, bevor am Abend bereits der nächste Ausflug auf dem Programm stand.
Icefloating unter dem Sternenhimmel
Um 19:30 Uhr startete unsere Icefloating- und Nordlichter-Tour. Gemeinsam mit unserem Guide Nikola und der Gruppe fuhren wir mit einem kleinen Bus etwa 45 Minuten zum abgelegenen See Laulumaa.
Vor Ort bekam jeder einen speziellen Überlebensanzug, der uns im kalten Wasser schützen sollte. Unsere Gruppe wurde in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Wir waren als Zweites an der Reihe und konnten zunächst beobachten, wie die anderen ins Wasser stiegen.
Dann ging es für uns rückwärts über eine Leiter in den See. Dort legten wir uns auf den Rücken und ließen uns im Wasser treiben. Nach einer Weile wurde die Beleuchtung ausgeschaltet und wir konnten den klaren Sternenhimmel über uns betrachten.
Nordlichter zeigten sich an diesem Abend leider nicht. Trotzdem war es ein besonderes Gefühl, in einem abgelegenen See im etwa ein Grad kalten Wasser zu treiben und nach oben in den Himmel zu schauen. Zum Aufwärmen gab es anschließend für alle warme Getränke und Kekse.
Unsere Finger waren trotz der Anzüge am Ende ziemlich kalt. Nach der Rückfahrt verzichteten wir deshalb ausnahmsweise auf einen weiteren Saunagang und gingen direkt ins Bett.
Tag 3 – Mit dem Motorschlitten zum Snow Village
Am nächsten Morgen wurden wir um 9:30 Uhr für unsere Motorschlittentour zum Snow Village abgeholt. Schon kurz nach dem Einstieg in den Bus fiel Jessica auf, dass sie ihren Führerschein im Apartment vergessen hatte.
Zum Glück konnten wir unseren Guide fragen, ob wir noch einmal kurz anhalten könnten. Das war kein Problem, und mit Führerschein im Gepäck ging es weiter.
Am Büro des Veranstalters bekamen wir warme Schuhe, einen Schneeanzug und einen Helm mit Visier. Unsere Gruppe war klein: Neben unserem Guide waren zwei junge Männer aus Japan und wir beide dabei.
45 Kilometer durch Lappland
Die Strecke zum Snow Village war ungefähr 45 Kilometer lang. Auf dem Hinweg fuhr Jessica. Zu Beginn war der Motorschlitten auf 40 km/h gedrosselt, damit wir zunächst ein Gefühl für das Fahrzeug bekommen konnten. Später wurde die Drosselung aufgehoben.
Am Snow Village angekommen, stärkten wir uns zuerst mit Rentier- und Lachssuppe und frischem Brot. Unser Guide empfahl uns außerdem Munkki, ein finnisches süßes Gebäck. Es war sehr lecker – und ziemlich zuckrig.
Anschließend besichtigten wir das Snow Village. Besonders beeindruckt haben uns die vielen Details, die in die Eis- und Schneeskulpturen gearbeitet worden waren.
Auf dem Rückweg übernahm Felix das Steuer. Unterwegs fielen uns sogar eigene Kreisverkehre für Motorschlitten auf. Wir erfuhren außerdem, dass die Polizei ebenfalls mit Motorschlitten unterwegs ist und Geschwindigkeiten kontrolliert.
Eine Wanderung zum Abschluss
Zurück in Levi hatten wir noch Energie für eine etwa fünf Kilometer lange Wanderung durch die Wälder in Richtung Draivi. Unser Ziel war eine Hütte mit Feuerstelle an der Skipiste.
Leider konnten wir dort nicht lange bleiben: Um 17 Uhr schloss der Skilift und damit auch die Hütte. Also machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Den Abend verbrachten wir im Apartment. Es gab Pizza mit Thunfisch beziehungsweise Tomate und Mozzarella. Danach beendeten wir den Tag mit einem Saunagang.
Tag 4 – Rentierfarm und unsere erste Langlauftour
Nach unserem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Abholpunkt am Hotel Hullu Poro. Dort trafen wir eine Familie aus Leipzig wieder, die wir bereits bei der Huskytour kennengelernt hatten.
Die Familie war mit dem Auto rund 2.500 Kilometer bis nach Lappland gefahren. Von ihnen erfuhren wir auch mehr über die Winterreifen mit Spikes, die auf finnischen Straßen häufig genutzt werden und auf den ersten Blick kaum zu erkennen sind.
Besuch einer Rentierfarm
Auf der Rentierfarm konnten wir zunächst beobachten, wie die Tiere vor die Schlitten gespannt wurden. Anschließend nahmen wir jeweils zu zweit Platz und wurden auf einer etwa einen Kilometer langen Runde durch die Winterlandschaft geführt.
Nach der Fahrt durften wir die Rentiere mit Flechten füttern. Jessica konnte außerdem eines der Rentiere am Rücken streicheln. Das Fell fühlte sich anders an, als wir erwartet hatten: eher matt als weich, aber spürbar warm.
Danach ging es in eine Hütte mit Feuerstelle. Bei warmem Traubensaft und Keksen sollten wir mehr über die Farm und die Rentiere erfahren. Leider war der Mitarbeiter, der normalerweise die Geschichten erzählte, an diesem Tag nicht da. Sein Kollege wirkte etwas unsicher und sprach sehr schnell, sodass wir nicht alles verstanden.
Das fanden wir schade, denn wir hatten uns gerade bei diesem Ausflug mehr Einblicke in den Alltag auf einer traditionellen Rentierfarm erhofft. Dennoch war es schön, die Tiere aus der Nähe zu erleben – Rentiere gehörten für uns zu einer Reise nach Lappland einfach dazu.
Auf Langlaufskiern über den Immeljärvi
Zurück in Levi liehen wir uns Langlaufskier aus. Rund um den Ort gibt es gut ausgebaute Loipen, die kostenlos genutzt werden können. Wir entschieden uns für eine etwa 6,5 Kilometer lange Strecke.
Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt über den vollständig zugefrorenen See Immeljärvi. Gleichzeitig merkten wir schnell, dass Langlaufen anstrengender ist, als es aussieht. Wir waren viel zu warm angezogen und mussten außerdem feststellen, dass ein achtminütiges YouTube-Tutorial uns noch nicht zu Bremsprofis gemacht hatte.
Nach der Rückgabe der Langlaufskier holten wir unsere Skipässe am Automaten. Kurzzeitig waren wir uns nicht sicher, ob die Pässe bereits ab diesem Tag gültig sein würden.
Pancakes im Pannukakkutalo Levi
Am Abend besuchten wir das Pannukakkutalo Levi. Felix entschied sich für einen Pancake mit Nutella und Erdbeeren, Jessica für Apfel, Karamell und dunkle Schokolade.
Es schmeckte uns so gut, dass wir uns direkt vornahmen, vor unserer Abreise noch einmal wiederzukommen.
Tag 5 – Unser erster Skitag in Levi
Am Sonntag ging es für uns zum ersten Mal auf die Skipisten. Leider war der Berg stark in Nebel gehüllt. Vom erhofften Panorama konnten wir kaum etwas sehen – stellenweise waren wir schon froh, wenn die Piste vor uns zu erkennen war.
So landeten wir schneller als geplant auf einer schwarzen Piste, auf der auch Weltcup-Wettkämpfe stattfinden. Trotz der schlechten Sicht kamen wir ohne Sturz unten an.
Würstchen am offenen Feuer
Zum Mittagessen machten wir an einer Hütte bei Skilift 5 Pause. Dort grillten wir Würstchen über dem offenen Feuer. Dafür hatten wir uns vorher im Supermarkt ausziehbare Grillgabeln gekauft.
Am Abend beschlossen wir, es uns im Apartment gemütlich zu machen. Wir kochten Spaghetti Bolognese und ließen den Tag wie so oft in der Sauna ausklingen.
Tag 6 – Skifahren zwischen Nebel und Flutlicht
Auch an unserem zweiten Skitag war das Wetter wechselhaft. Es war wieder neblig und stellenweise sehr windig. Insgesamt legten wir ungefähr 25 Kilometer auf Skiern zurück.
Wegen der schlechten Sicht und des starken Windes war nur etwa die Hälfte der Pisten geöffnet. Das war etwas schade, denn wir wären gerne noch einmal die schwarze Piste vom Vortag gefahren. Außerdem waren überwiegend Schlepplifte in Betrieb, was mit der Zeit ordentlich in die Beine ging.
Trotzdem behielten wir gute Laune. Besonders der Blick von der beleuchteten Piste auf Levi am Abend machte den Tag für uns noch einmal besonders.
Burger und Eis zum Tagesabschluss
Zum Abendessen gingen wir ins Ravintola Hook. Felix hatte einen Hot-Burger, der zwar weniger scharf als erwartet war, aber trotzdem schmeckte. Jessica entschied sich für einen Cheeseburger.
Zum Nachtisch gab es für Jessica Ben & Jerry’s mit Sahne und Streuseln. Ihre Augen leuchteten schon, als sie hörte, dass es das Eis gab. Felix entschied sich für eine heiße Schokolade mit Sahne und Streuseln. Zurück im Apartment ging es anschließend wieder in die Sauna.
Tag 7 – Neuschnee und Santa’s Cabin
An unserem letzten Skitag gab es viel Neuschnee. Zwar war es weiterhin neblig, aber zwischendurch konnten wir etwas mehr von der finnischen Winterlandschaft erkennen.
Wir schafften ungefähr 26 Abfahrten und rund 30 Pistenkilometer. Zur Mittagspause grillten wir wieder Würstchen und aßen Käsebrötchen in einer Hütte. Dieses Mal war die Hütte gut besucht. Gleichzeitig fiel uns auf, dass die Pisten zur Mittagszeit deutlich leerer waren.
Eine Pause in der Gondel
Eine ungeplante Pause bekamen wir, als unsere Gondel für etwa 20 Minuten stehen blieb. Zum Glück saßen wir geschützt in der Gondel und nicht auf einem offenen Sessellift. So wurde es nicht allzu kalt und unsere Beine konnten sich sogar ein wenig erholen.
Außerdem konnten wir noch einen Punkt auf unserer Levi-Liste abhaken: Santa’s Cabin. Die Hütte ist aus dem finnischen Film Christmas Story bekannt. In der Geschichte wächst dort der Junge Nikolas auf, der später zum Weihnachtsmann wird.
Noch einmal Pancakes
Am Abend kehrten wir wie geplant ins Pannukakkutalo Levi zurück. Dieses Mal probierten wir herzhafte Pancakes: Felix wählte Lachs mit Zitronenmayonnaise, Jessica Schinken, Rucola, Parmesan und Devil Sauce.
Danach packten wir unsere Koffer, räumten das Apartment auf und genossen einen letzten Saunagang.
Tag 8 – Rückreise nach Deutschland
Am Abreisetag gab es ein etwas ungewöhnliches Frühstück: Wir aßen die restliche Spaghetti Bolognese vom Vortag.
Um 9:35 Uhr nahmen wir den Bus von Levi zum Flughafen Kittilä. Der Busfahrer wirkte zwar etwas brummig, brachte uns aber sicher ans Ziel.
Unser Rückflug startete um 12:40 Uhr. Am Flughafen wartete noch eine kleine Überraschung auf uns: Das Flugzeug war der Mannschaftsflieger von Borussia Dortmund. Felix wollte am liebsten direkt umbuchen – und Jessica hatte ausgerechnet an diesem Tag ihre BVB-Socken nicht an.
Packliste für Lappland im Februar: Winterurlaub in Levi
Bei unserer Reise nach Levi vom 19. bis zum 26. Februar standen Skifahren, Langlauf, eine Huskyfahrt, eine Schneemobiltour, ein Besuch bei Rentieren und Icefloating auf dem Programm. Dazu kamen Spaziergänge, Sauna und die Aussicht auf Nordlichter. Für einen ähnlichen Winterurlaub hilft eine Packliste, die zwischen Bewegung und längeren Pausen im Freien unterscheidet. Die Mengen sind Richtwerte pro Person für acht Tage.
Warme Kleidung zum Kombinieren
- 2–3 Garnituren lange Funktionsunterwäsche aus Merino oder Kunstfaser. Für aktive Tage eignen sich Schichten, die Feuchtigkeit gut abtransportieren.
- 2 wärmende Zwischenschichten, beispielsweise Fleece oder Wolle, sowie eine zusätzliche Isolationsjacke für Pausen und ruhige Abende draußen.
- Eine winddichte, wintertaugliche Jacke und eine passende Ski- oder Winterhose. Je nach Modell kommt die Wärme über die darunterliegenden Schichten.
- Eine warme Mütze, ein Schlauchtuch oder eine Sturmhaube für kalte, windige Tage.
- Gut isolierte Fäustlinge oder Winterhandschuhe und dünne Innenhandschuhe für kurze Handgriffe an Handy und Kamera.
- Etwa 4–6 Paar warme Socken, ausreichend Unterwäsche sowie bequeme Kleidung für die Unterkunft.
Warme Füße und sichere Schritte
- Isolierte Winterstiefel mit griffiger Sohle. Im Schuh sollte genug Platz bleiben, damit die Zehen nicht durch zu enge Schuhe oder mehrere dicke Socken eingeengt werden.
- Abnehmbare Schuhspikes beziehungsweise Grödel für vereiste Gehwege. Vor Innenräumen und beim Wechsel auf Ski wieder abnehmen.
- Ein separates Paar Skisocken pro Nutzungstag beziehungsweise ausreichend Wechselpaare bei einer Waschmöglichkeit.
- Handwärmer oder beheizbare Einlegesohlen nach persönlichem Bedarf. Ladekabel und gegebenenfalls Ersatzakkus nicht vergessen.
- Leichte Hausschuhe oder warme Socken für die Unterkunft.
Skifahren, Langlauf und gebuchte Wintertouren
- Für die Skipiste Skibrille, Helm, passende Handschuhe und geeignete Skikleidung einplanen. Helm und weitere Ausrüstung lassen sich je nach Verleih mieten; Verfügbarkeit vorher prüfen.
- Ski, Schuhe und Stöcke müssen nicht zusätzlich in den Koffer, wenn sie wie bei unserer Reise vor Ort ausgeliehen werden. Das gilt auch für Langlaufausrüstung.
- Für Langlauf und längere Spaziergänge die Schichten an die Bewegung anpassen: Bei Anstrengung rechtzeitig eine Lage ausziehen, für Pausen wieder Wärme ergänzen.
- Bei Husky- und Schneemobiltouren vorab nachfragen, ob Thermooverall, Stiefel und Handschuhe enthalten sind und welche Kleidung darunter empfohlen wird.
- Für Icefloating die Bekleidungsvorgaben des Veranstalters beachten. Der dafür vorgesehene Schutzanzug gehört zur Tourausrüstung und wird nicht durch einen gewöhnlichen Neoprenanzug ersetzt.
- Für das Schneemobil den erforderlichen Führerschein und die Buchungsunterlagen griffbereit halten; die Teilnahmebedingungen des konkreten Anbieters prüfen.
Nordlichter, Sauna und Alltag in der Unterkunft
- Kamera mit Nachtaufnahmefunktion, ein Stativ, Ersatzakkus und genügend Speicherkarten für Nordlichtabende.
- Ersatzakkus körpernah warm halten. Eine Kameratasche oder ein verschließbarer Beutel hilft, die kalte Kamera beim Wechsel in warme Räume langsam akklimatisieren zu lassen.
- Eine Stirnlampe für dunkle Wege sowie Handy, Ladekabel und Powerbank.
- Badekleidung nach den Regeln der jeweiligen Sauna, Badeschlappen und gegebenenfalls ein eigenes Handtuch. Bei einer Ferienwohnung vorher nachsehen, was vorhanden ist.
- Eine Thermosflasche für warme Getränke und ein kleiner Rucksack für Tagesausflüge.
- Reisedokumente, Versicherungs- und Buchungsunterlagen, persönliche Medikamente, Hygieneartikel sowie Pflege für trockene Haut und Lippen.
Unser Planungstipp: Bei unserer Reise war es wärmer als erwartet und wir hatten mehr eingepackt, als wir brauchten. Für eine ähnliche Woche würden wir deshalb auf wenige, gut kombinierbare Schichten setzen. Die zusätzliche Wärme für Schneemobilfahrten oder einen längeren Nordlichtabend bleibt trotzdem wichtig – genauso wie der Blick auf die Wettervorhersage kurz vor dem Packen.
Weiterführende Hinweise: Visit Finland: Kleidung für den finnischen Winter
Unser Fazit zur Winterreise nach Levi
Unsere Reise nach Levi war eine Mischung aus Winterlandschaft, aktiven Tagen und gemütlichen Abenden in der Sauna. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Polarlichter am ersten Abend, die Huskyschlittenfahrt und das Icefloating unter dem Sternenhimmel.
Beim Wetter hatten wir während unserer Reise im Februar 2025 ungewöhnlich milde Bedingungen. Die Temperaturen lagen meist im einstelligen Minusbereich; beim Skifahren zeigte das Thermometer im Tal zeitweise sogar plus zwei Grad. Etwa zwei Wochen vor unserer Ankunft waren es noch minus 31 Grad gewesen.
Weil wir mit deutlich größerer Kälte gerechnet hatten, hatten wir mehr warme Kleidung eingepackt, als wir letztlich brauchten. Heizsohlen und Handwärmer würden wir trotzdem wieder mitnehmen. Für die nächste Reise stehen außerdem ein Taschenmesser und Nutella auf unserer Packliste – Letztere fanden wir in Finnland ziemlich teuer.
Die Skiausleihe und Skipässe empfanden wir im Vergleich zu unseren Erfahrungen in Österreich als günstiger. Bei Point Zero zahlten wir damals ungefähr 83 Euro pro Tag für Skipass und Ausrüstung zusammen. Zusätzlich mieteten wir für zwei Nächte einen Skischrank für 35 Euro, in dem wir unsere Ausrüstung über Nacht aufbewahren konnten.
Wir würden die Reise nach Levi auf jeden Fall wiederholen. Beim nächsten Mal hoffen wir allerdings auf etwas weniger Nebel – und auf einen blauen Himmel über den Skipisten.
Weitere Tipps für deine Reiseplanung
Wenn du deine eigene Reise vorbereitest, findest du bei uns auch eine Anleitung zur Routenplanung mit Google My Maps. Welche Unterlagen du für deinen Urlaub prüfen solltest, erklären wir im Beitrag über Personalausweis, Reisepass und Visum. Unser Fotoequipment auf Reisen stellen wir dir ebenfalls vor.
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